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Praxis und Organisation

Notfallmappe: Checkliste für alle wichtigen Unterlagen

Eine Notfallmappe bündelt alles, was Ihre Vertrauenspersonen im Ernstfall brauchen – von der Vorsorgevollmacht bis zur Liste Ihrer Versicherungen. Entscheidend ist, dass jemand weiß, wo sie liegt.

Vorsorgedokumente

  • Vorsorgevollmacht (Original oder Hinweis, wo es liegt)
  • Patientenverfügung
  • Betreuungsverfügung
  • Konto- und Depotvollmachten der Banken
  • Bestätigung der Registrierung im Zentralen Vorsorgeregister (ZVR-Card)
  • Organspendeausweis oder Hinweis auf den Eintrag im Organspende-Register

Gesundheit

  • Hausarztpraxis und behandelnde Fachärzte mit Telefonnummer
  • Diagnosen, Medikamentenplan, Allergien
  • Krankenkasse und Versichertennummer, Pflegegrad

Kontakte

  • Vertrauenspersonen und Bevollmächtigte
  • Angehörige, Nachbarn, Arbeitgeber
  • Wer sich um Haustiere kümmern soll

Finanzen, Verträge, Wohnung

  • Bankverbindungen und Depots
  • Versicherungen (Kranken-, Pflege-, Lebens-, Haftpflicht-, Hausrat-)
  • Renten- und Pensionsbescheide
  • Mietvertrag oder Grundbuchauszug, Schlüsselverzeichnis
  • Laufende Verträge (Strom, Telefon, Internet, Abonnements)
  • Hinweise zu Online-Konten – mehr im Artikel Digitaler Nachlass

Damit die Mappe gefunden wird

  • Sagen Sie Ihren Vertrauenspersonen, wo die Mappe liegt.
  • Tragen Sie eine Hinweiskarte im Portemonnaie – die Broschüre des Bundesjustizministeriums enthält eine Karte zum Ausschneiden, das Zentrale Vorsorgeregister bietet die ZVR-Card an.
  • Auf Wunsch kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt auf der elektronischen Gesundheitskarte einen Hinweis speichern, dass es Vorsorgedokumente gibt und wo sie liegen.
  • Prüfen Sie die Mappe einmal im Jahr.

Häufige Fragen

Wird die Patientenverfügung auf der Gesundheitskarte gespeichert?

Nein, nur ein Hinweis auf ihre Existenz und den Aufbewahrungsort.